Nur ganz wenige haben ihren Traumjob. Dass haben mehrere Umfragen ganz eindeutig ergeben. Zwischen dem was die Menschen erträumen und dem was sie haben liegt oft eine riesige Kluft. Die bestätigt auch eine aktuelle Umfrage des Karriereportals „Monster“. Demnach gehen 92 Prozent der befragten Teilnehmer in Deutschland nicht ihrem Traumberuf nach.

An der Umfrage nahmen vom 18. bis zum 31. Januar 3.580 Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Als Hauptgrund wurde immer wieder der finanzielle Aspekt angegeben. Über 49% sagten dass sie den Job wechseln würden, wenn sie es sich finanziell leisten könnten. Dann würden sie den Job aufgeben und ihren Traum verfolgen. Das zeigt zwei Sachen sehr deutlich:

1. die Angst vor finanziellen Problemen hält die  Menschen zurück, und

2. Die meisten Menschen haben absolut keine Rücklagen um mal eine Zeit lang ohne Einkommen zu leben.

Vielen fehlt auch einfach die Zeit, um sich die für den Traumberuf notwendigen Kenntnisse anzueignen, wie es bei einem Drittel der Umfrageteilnehmer der Fall ist. Zu wenig Zeit ist aber auch wieder schlussendlich das Fehlen von Kapital. Hätten sie genügend Kapital um zu leben, könnten sie alle Weiterbildungen der Welt machen. Bei zehn Prozent der Befragten war der Wunsch nach Hilfe und Unterstützung, der nicht erfüllt ist, der Grund für das Nichthandeln. Es fehlte ihnen also am richtigen Umfeld.

Nur acht Prozent haben gesagt, dass sie ihren Traumberuf gefunden haben und auch ausüben.

Ähnlich in Österreich und der Schweiz

In Österreich und der Schweiz ist die Situation ähnlich. In Österreich sind nur sieben Prozent und in der Schweiz nur zwölf Prozent der Befragten in ihrem Traumjob.

Auch bei diesen Menschen fehlt vor allem das Geld, um ihren Traumjob in Erfüllung zu bringen. In der Schweiz würden 60 Prozent sofort in ihrem Job aufhören und ihren Traum verfolgen, wenn es finanziell möglich wäre.

23 Prozent der Schweizer haben angeblich keine Zeit um ihren Traum wahr werden zu lassen. Lediglich nur fünf Prozent klagen über fehlende Hilfe und Unterstützung.

In Österreich waren bei 50% das Geld, bei 31% die Zeit und bei Hilfe und Unterstützung 11% der Grund warum sie das alte Rad weiter drehen.

Schwierige Zeiten

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten beobachten wir immer wieder den Drang der Arbeitnehmer nach einem vermeintlich sicheren Hafen. Um so deprimierender ist für diese Menschen dann, wenn es doch einmal rumpelt und sie ihren Job verlieren. Viele stehen  dann vor einem Scherbenhaufen und wissen nicht mehr wie weiter.

Don’t Dream it – be it?

Man ist da im ersten Moment versucht, der großen Masse der Teilnehmer ein “Don’t Dream it – be it” zuzurufen – übrigens eine Liedzeile aus der Rocky Horror Picture Show.

Gerade in solchen Zeiten ist ein Handeln angesagt. Genau in solchen Zeiten kann es sich niemand leisten, seine Zeit mit sinnlosen und intelligenzzerrenden Aktivitäten, wie sämtliche Reality Show zu schauen, über andere zu lästern, Schuldige suchen, zu verbringen.

Ist nicht vielmehr genau in diesen Zeiten Handeln angesagt. Sich neu auszurichten und nachzudenken was man wirklich will, was einen wirklich weiter bringt?

Es ist Zeit, die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu analysieren und anschliessend festzustellen, was ich wirklich will. Dann kommen auf einmal die richtigen Angebote auf einen zu. Erkenne zuerst was und wer du bist, was du zu bieten hast und was du auch bereit bist zu bieten, dann werden Menschen deinen Nutzen erkennen.

Heute geht es nicht mehr darum, einen Job zu haben. Niemand wird für einen Job bezahlt. Sehr wohl werden wir aber für unsere Leistung, den Nutzen den wir für andere erbringen bezahlt. Alleine das zeigt uns, dass es lukrativer ist, sich auf den Nutzen anstatt auf den Job zu konzentrieren.

Das ist jedoch genau das was wir in unseren Seminaren immer wieder tun. Zuerst wird das „Warum“ und das „Was will ich wirklich“ erarbeitet. Danach kommt das „Wie“ in einer viel einfacheren Form daher.

Ist der Traumjob wirklich immer so toll?

Auch das ist eine spannende Frage. Jeder Job hat seine tollen und weniger tollen Seiten. Sicher ist aber, dass wenn jemand seine langfristige Aufgabe, seine Fähigkeiten und seine Möglichkeiten erkannt hat und diese in Einklang bringt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für eine erfüllte Zeit sehr gross.

Dann können wir auch an den Sachen die nicht so toll sind eine neue Freude finden. Alleine schon deshalb weil wir wissen das auch diese Tätigkeit unserem langfristigen Ziel dient.

So und nun an die Arbeit. Was ist dein Traumjob? Was muss für dich erfüllt sein, damit du deine Tätigkeit als Traumjob beschreiben würdest?

Love it – change it – or leave it!

mit Begeisterung

Gerhard Hagspiel