„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“. Dieser Satz stammt von Albert Einstein. Die Frage ist nur, wie wir diesen Satz für uns nutzen können. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass die Zahl der Gehirnzellen mit dem Alter zunehmen kann und dadurch das Gehirn leistungsfähiger machen. Diese Zellen wollen jedoch auch gefordert werden. Die sind wie unsere Muskeln. Wenn sie nicht trainiert werden, dann werden sie schlaff und träge. Wenn wir sie jedoch laufend fordern und unserer Fantasie freien Lauf lassen, können sie ihre wahren Kräfte entfalten. Alle Genies die es gibt und gegeben hat, waren auch noch im Alter geistig sehr fit. Sie haben ihre geistige Leistung bis ins hohe Alter erhalten, weil sie sie trainiert haben.

Unser Gehirn bildet täglich tausende, wenn nicht millionen neuer Nervenzellen. Es werden im Hirn so genannte Synapsen angelegt. Diese Synapsen sind die Schaltstellen in unserem Gehirn und entscheiden was mit wem verdrahtet wird. Durch Anreize schalten sie ihr Verbindungen. Sie erbringen Höchstleistungen. Laut den Professoren Gilkey und Kilts können wir unsere geistige und kognitive Fitness erhalten, indem wir laufend unterschiedliche Erfahrungen sammeln, uns die Zukunft vorstellen und mit diesen Vorstellungen spielen. Auch das Spielen an sich, trainiert unserer kognitiven Fähigkeiten.

So erweitern wir die neuronalen Netzwerke. Es verändert jedoch auch nachweislich die physische Form des Hirnes. Wir können besser Entscheidungen treffen und finden schneller Lösungen für Probleme. Wir gehen auch leichter mit Stress und Veränderungen um, wenn unser Gehirn trainiert ist.

Zudem wissen wir auch, dass wir Menschen, sobald wir andere Beobachten, Spiegelneuronen, in unserem Gehirn bilden. Es wird abgespeichert, was wir beobachten. Es wird aber auch gespeichert, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir in einer ähnlichen Situation sind. Wir sind also Nachahmer. Wenn wir andere Menschen beobachten, dann sind bei uns die gleichen Gehirnregionen aktiv, wie bei dem Beobachteten, der die Tätigkeit tatsächlich durchführt. Wenn wir sehen dass der andere glücklich ist, fühlen wir uns selber glücklich, wenn wir sehen dass er traurig ist, fühlen wir uns auch traurig. Wenn wir uns jedoch vorstellen, wie andere glücklich sind, dann wird bei uns die Region im Gehirn angeregt, die uns glücklich macht. Das bedeutet: Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Realität und Vorstellung.

Da wir durch anschauen lernen, sollten wir uns immer bewusst sein, was wir gerade beobachten, um selbst entscheiden zu können, was in unser Gehirn fliesst. Wenn wir uns jedoch mit dem beschäftigen, was wir wollen und was unsere Zukunft sein soll, dann lernt unser Gehirn auch das umzusetzen. Neugierig sein, interessiert sein und offen für Neues zu sein, sind die Grundvoraussetzungen für Spass am Lernen.

Wir lernen immer. egal wo wir sind und was wir sehen. Wenn du dich aktiv am Leben beteiligst und dich aktiv mit dem Leben auseinander setzt und dir vor allem immer wieder vorstellst, wie etwas sein soll, dann wird dein Gehirn dir die Gefühle vermitteln, als ob es schon so wäre. Dann wirst auch du erkennen, wie viel Spass das Leben und das Lernen machen kann.

Das meiste existiert nur in deinem Kopf!

mit Mut zur Fantasie

gerri hagspiel