Wer den Abstimmungskampf beobachtet hat musste feststellen, dass die Initiative zum grössten Teil eine „Neidinitative“ war. Nun sind wir das von Gruppen, welche den Bürger immer mehr aus der Verantwortung nehmen wollen und die Verantwortung immer mehr dem Staat übertragen sehen wünschen, dies gewohnt. Bei der Steuerinitative der SP war dies jedoch besonders deutlich. Am liebsten würden sie alles in Bundeshand wissen und so dem Förderalismus den Tod erklären.

Nun hat aber das Stimmvolk einen klaren Nagel eingeschlagen und mit der klaren Ablehnung dieser Initiative verworfen. Klar versuchen die Initiatoren das Ergebnis schön zu reden. Doch die Botschaft der StimmbürgerInnen ist klar. Sie wollen tiefe Steuersätze und sind sich auch bewusst, dass diese der gesamten Bevölkerung helfen. Grundsätzlich zahlen diejenigen die mehr verdienen auch mehr Steuern. So lange die Steuersätze tief sind, ist dies ein Anreiz an die Wirtschaft neue Investitionen zu tätigen. Somit erhält sich die Schweiz auch die Standortattraktivität.

Sehr oft wird auch versucht, auf den Steuerabkommen herum zu hacken. Dabei müssen uns zwei Sachen klar sein. Wenn heute ein Formel 1 Fahrer in die Schweiz kommt, dann bringt er auch sehr viel mehr als nur Geld mit. Alleine durch die Präsenz von solchen Menschen steigt der Bekanntheitsgrad dieser Gemeinden und Regionen. Alleine dadurch werden zusätzliche Steuereinnahmen generiert. Zudem bezahlen diese genau so Steuern, einfach in einem Verhältnis zu deren Lebenskosten. Sollten diese Möglichkeiten abgeschafft werden, finden wir diese Menschen dann wieder in Metropolen wie Monaco. Zudem versteuern diese Personen ja auch noch einen Grossteil ihrer Erträge am Entstehungsort der Einkommen.

Es tut unserem Land gut, die Finger einzufahren und aufzuhören, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich und kann dies auch bestimmen und verändern. Um so mehr sich jemand mit diesen Neidgedanken, welche von einigen Gruppen versprüht wird, beschäftigt, um so mehr wird er in diesen Sog gezogen. Neid ist kontraproduktiv und schadet immer der Person selbst. Statt dessen bedarf es einer persönlichen Lebensplanung und eines Bewusstwerdens über seine ganz persönlichen Lebensziele. Alleine durch die Abwesenheit einer persönlichen Bewusstheit über die Fragen: „Was will ich, wer bin ich und warum bin ich hier?“ entstehen diese Rivalitätsgedanken.

Klar kann immer alles verbessert werden. Ich glaube aber, in einem tollen Land zu leben, wo jeder alle Freiheiten hat, sein Leben selbst zu gestalten. Dies schon aus der Tatsache heraus, dass nicht alles zentral verwaltet werden muss. Genau diese Dezentralisierung macht die Schweiz so attraktiv und stark. Diese Abstimmung war nicht nur ein klares Nein zu höheren Steuern und mehr Bürokratismus, es war auch ein klares Nein zu einer Zentralverwaltung, welche die SP so gerne einführen würde.

Hier gilt es auch in der Zukunft wachsam zu sein und dem nagenden Neid einen Riegel vorzuschieben. Danke an das Schweizer Stimmvolk.