Das Milton Modell („Hypnotisch Sprechen“) ist das Gegenteil des Meta-Modells („Kluge Fragen stellen“). Nachdem RICHARD BANDLER und JOHN GRINDER bei FRITZ PERLS, VIRGINIA SATIR und anderen Therapeuten beobachtet hatten, dass diese mit gezielten Fragen Keile ins Weltbild ihrer Klienten trieben,um eine Veränderung in Gang zu bringen, sahen sie, wie MILTON ERICKSON genau den umgekehrten Weg ging und ihr bisher entwickeltes Modell erfolgreichen Sprachgebrauchs, das „Meta-Modell“, auf den Kopf stellte. Von Milton H. Erickson kommt auch der Name des „Milton Modells“. Zu Ehren von Erickson bekam dieses Model seinen Namen.

Der Zweck des Milton Modells ist, durch einen geschickten Mix von kunstvoller Vagheit und überzeugend vorgetragenen Suggestionen den Gedanken, Einsichten und Absichten des Klienten neue Spielräume zu schaffen.

Im Alltag können wir beide Modelle hoch wirkungsvoll einsetzen und ergänzen sich optimal.

Die Fülle der hypnotischen Sprachmuster lässt sich in vier Grundkategorien einteilen:

1.  „Yes Set“: Einverständnis gewinnen            um Vertrauen aufzubauen
2.  kunstvolle Vagheit: Widerstände vermeiden                                                                                           um dem Kunden möglichst grossen Spielraum zu eröffnen, die vom Kommunikator gewählten Wörter individuell zu deuten, so dass Widerspruch vermieden wird, alternative Sichtweisen anregen 
3.  persönliche Überzeugungskraft     um das Vertrauen in die Autorität des Kommunikators und damit auch in das gelingen der Trance und des Veränderungsprozesses zu fördern 
4.  den bewussten Verstand austricksen  um dem Unbewussten ein Spielfeld zu eröffnen, nachdem der bewusste Verstand wahrscheinlich schon lange vergeblich versucht hat, eine gewünschte Veränderung herbeizuführen